Dienstag, 13. Januar 2015

[Leseliste 2014] Schwerpunkt Religion


2014 hatte ich mir zum Ziel genommen, vermehrt Bücher mit christlichem Schwerpunkt / Hintergrund zu lesen. Dabei ist mir das ein oder andere Buch in die Hände gefallen, das ich sonst wohl mal wieder nicht gelesen hätte.

Dabei waren unter anderem:

„Was bedeutet dieser Fisch“ von Werner Tiki Küstenmacher
Ein sehr dünnes Buch, sehr liebevoll illustriert über die Eigenheiten der Christen und das Fischsymbol.

„Glaube ist…“ ebenfalls von Werner Tiki Küstenmacher
Wie das oben genannte Buch, eher ein Bilderbuch, das zum Schmunzeln einlädt.

„Biblify your life“ auch von Werner Tiki Küstenmacher (ja, ich lese ihn wirklich sehr gerne….)
Eine Art Ratgeber anhand verschiedener Personen der Bibel.

„Das Wunder von Narnia“, „Der Ritt nach Narnia“ und „Der König von Narnia“ von C. S. Lewis
Hier geht es nicht um das Christentum oder das Christsein, aber C. S. Lewis war selbst bekennender Christ, was man durchaus in seinen Bücher herauslesen kann. Desweiteren schrieb er das Buch „Pardon, ich bin Christ“, an welchem ich noch immer lese, da ich es mit meinem Verlobten gemeinsam lesen möchte. Die Geschichten von Narnia sollten den meisten in Buch- oder Filmform bekannt sein.

„Das Kind von Noah“ von Eric-Emmanuel Schmitt
Eine Geschichte über einen Pfarrer, der jüdische Jungen in einem katholischen Internat beherbergt und sie so vor den Nazis rettet. Besonders interessant wegen der Vergleiche zwischen Jundentum und Christentum.

„Den Himmel gibt es echt“ von Todd Burpo
Ein Pfarrer  schreibt auf, was ihm sein Sohn über sein Treffen mit Gott erzählt, bevor er wiederbelebt werden kann.
Dieses Buch wurde auch verfilmt.

„In Gottes Namen, Amen!“ von Simon Rich
Zu diesem Buch gibt es bereits eine Rezension von mir, begeistert war ich allerdings nicht gerade….
Craig und Eliza sind es leid und übernehmen Gottes Aufgaben und beantworten die Gebete der Menschheit. Dass das nicht so einfach ist, versteht sich von selbst.

„Die Schriften von Accra“ von Paulo Coelho

„Unterbrich mich nicht, Gott“ – von Mary E. Pearson
Wer hat den Mut, sich gegen Gott und seinen Plan zu stellen? Ist Gott wirklich allmächtig und unfehlbar? Kann man von den Toten auferstehen? Die Idee ist spannend, aber die Ausführung schlampig.

„Weihnachten auf allen Meeren“ von Waldemar Grab
Ein Pianist erzählt von seinen Erlebnissen auf den Schiffen und Meeren in der Weihnachtszeit und seinen Erfahrungen mit Gott.

„Neukirchener Kalender 2014“
Tägliche Losungen, Bibelworte mit Erklärungen und einem Bezug zur heutigen Zeit und unserem Leben.
Beim Zusammentragen dieser Liste wird mir erst bewusst, wie viel wirklich zusammengekommen ist. Vielen Dank in diesem Zuge an meine zukünftige Schwiegermutter, die mich gerne mit einschlägigen Büchern versorgt und es tut mir Leid, dass noch das eine oder andere in meinem Regal vor sich hin schlummert, bevor ich es lesen kann.
Wider Erwarten ist die Auswahl an Büchern und Themen sehr groß. Neben dem typischen erhobenen Zeigefinger und den Biografien bekannter Persönlichkeiten oder Heiligen finden sich auch Exoten, wie Ratgeber, Komisches oder Liebesgeschichten, denen man ihren Hintergrund nicht sofort anmerkt.
Besonders groß war die Auswahl, die sich mir erschloss, als ich in den USA einen christlichen Buchladen betrat. Dort war so ziemlich alles zu finden, was sich auch in den Regalen anderer Buchhandlungen türmt, nur dass die Autoren ausnahmslos bekennende Christen sind und sich die Handlungen in ebendiesem Umfeld abspielen.
Es ist also durchaus interessant, sich auch mal in diesem Bereich umzusehen.

Die Achse meiner Welt - Dany Atkins


Dani Atkins
Rachel ist 23 Jahre, als sie eines Tages im Krankenhaus in einem anderen Leben aufwacht. Gestern war sie noch auf dem Junggesellinnenabschied ihrer besten Freundin, jetzt schlägt sie die Augen auf, und alles um sie rum ist plötzlich anders. Die Ärzte schreiben ihre Verwirrtheit der Amnesie und dem Schock zu, doch Rachel weiß, dass es etwas ganz anderes sein muss.
Vor 5 Jahren traf sie sich ein letztes Mal mit all ihren Schulfreunden, doch es sollte ein einschneidendes Erlebnis für alle sein. Nachdem ein Autofahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor, fuhr dieses direkt in das Restaurant, in dem Rachel mit ihren Freunden saß um den Schulabschluss zu feiern. Alle retteten sich, nur sie konnte nicht mehr fliehen. Ihr bester Freund Jimmy half ihr und ließ an ihrer statt sein Leben.
Nach ebendiesen 5 Jahren kehrt Rachel das erste Mal wieder nach Great Bishopsford zurück. Der Unfall damals zeichnete sie. Eine große Narbe verläuft über ihr Gesicht, sie klagt ständig über Kopfschmerzen. Aus diesem Grund verlässt sie die Feier schon früher. Bei einem kurzen Besuch am Grab des Freundes, der für sie starb, bricht sie zusammen und erwacht erst wieder im Krankenhaus.
Zuerst ist sie nur etwas verwundert, dass ihr Vater, der ihres Wissens nach an Krebs erkrankt ist, plötzlich wieder aussieht wie das blühende Leben. Als aber auch noch Jimmy putzmunter auf ihrer Bettkante sitzt, ist sie ernsthaft entsetzt. Niemand will ihr glauben, dass sie in einer Parallelwelt gelandet ist. Mit Jimmys Hilfe geht sie der Sache auf den Grund.

Der Beginn des Buches ist etwas schleppend, weil alles nicht so wirklich zusammenpassen will, doch später findet sich der rote Faden.
Atkins beschreibt Rachels Leben in 3 verschiedenen „Zeitzonen“. Das Buch beginnt 2008 bei dem Unfall, der Ursprung der ganzen Geschichte ist. Daraufhin wechselt die Zeit ins Jahr 2013, als Sarah, Rachels Freundin, heiratet, der größte Teil spielt dann allerdings in einer Zeit, die auch 2013 einsetzt, den Rachel aber als „Parallelwelt“ betitelt.
Das Ende selbst, da möchte ich den Lesern nichts vorweg nehmen, finde ich nicht besonders gelungen. Es wirkt eher wie eine mutwillig herbeigeführte Lösung des Problems, als einer Aufklärung.

Das entschwundene Land - Astrid Lindgren


Sie zählt zu den beliebtesten Schriftstellerinnen für Kinderbücher. Ihre Bücher wurden in zahllose Sprachen übersetzt und finden sich weltweit in fast jedem Kinderzimmer.
Wir ritten auf Herrn Nielson, befreiten Herrn Ephraim Langstrumpf, liefen mit Ronja durch die Wälder, warteten mit Lotta und Madita auf den Schnee….
Astrid Lindgren öffnete uns die Augen, schickte uns auf Reisen und lies uns lachen oder einfach mal frech sein wie Michel aus Lönneberga.
Wer ist die Frau, die all diese schönen Bücher geschrieben hat, die uns geprägt haben? Die Frage habe ich mir schon oft gestellt und wollte sie unbedingt beantwortet haben. Deshalb griff ich zu „Das entschwundene Land“ und war gleich fasziniert. Wer eine normale Biografie erwartet hat, ist hier fehl am Platz. Liebevoll und warmherzig erzählt Lindgren die Geschichte ihrer Familie und zieht Verbindungen zwischen ihrem Leben und ihren Büchern.

Um das Buch bin ich schon einige Jahre herumgeschlichen und hatte die Befürchtung, dass es, ist es erst einmal gekauft dann vielleicht doch auf dem SUB landet und vor sich hin staubt. Doch alles kam anders. Kaum reingelesen, konnte ich die Finger nicht mehr von ihm lassen. Lindgren schreibt über ihre Familie, wie sie auch über ihre verschiedenen Charaktere schreibt. Voller Hingabe, Liebe und Nachsicht für die eine oder andere Eigenheit der Person. Bilder aus dem Familienalbum lockern das Gesamtbild auf und vermitteln dem Leser im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild vom Leben und der Familie der Autorin.

Eingefleischte Fans von Astrid Lindgren kommen um dieses kleine Buch nicht drum herum.

Samstag, 3. Januar 2015

Challenges 2015








Hallo ihr Lieben,
wieder ist es soweit. Ich habe mich dazu entschieden, es dieses Jahr erneut mit Challenges zu versuchen. Vielleicht habe ich so die Chance, meinen SUB in die Knie zu zwingen.
Außerdem habe ich vor eine Langzeit-Challenge zu starten. Für die entsprechenden Challenges soll es eigene Seiten geben, auf denen ich meinen Fortschritt dokumentiere.




Nicola von BirnchensBücherwelt hat die diesjährige Wälzer Challenge ins Leben gerufen. Auf meinem eigenen SUB tummelt sich noch so manches dickeres Büchlein, das endlich mal gelesen werden will. Die letzten Jahre habe ich mich leider auf dünnere Bücher verlegt, da sie größeren auf mich irgendwie abschrecken. 






Bei Schlunzenbücherbücher habe ich die SUB-Destroyer-Challenge gefunden, die für mich wie gemacht scheint. Vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015 sollten pro Monat 2 Kategorien "bearbeitet" werden.
Vielleicht komme ich so auch mal dazu, Bücher von meinem SUB zu lesen, die schon seit Jahren dort rumdümpeln.







The_World_of_Jane_Austen_Challenge_Außerdem möchte ich gerne mehr von und über Jane Austen lesen. Auch das möchte ich nicht alleine machen. Jane-Austen-Verrückte gibt es schließlich überall. Zum Glück hat die Wörterkatze diese Challenge ins Leben gerufen.







Samstag, 13. Dezember 2014

Zwei Füße und vier Pfoten. Aus dem Leben mit einem pelzigen Mitbewohner

Seit diesem Frühjahr teile ich mir meine Wohnung mit meinem neuen Mitbewohner.
Er hat vier Pfoten, ist nicht viel größer als mein Daumen und ziemlich nachtaktiv.


Letztens kam ich in mein Wohnzimmer, wo der kleine Mann sein Quartier bezogen hat und musste feststellen, dass er mal wieder sein Aquarium völlig umgestaltet hat.
Die Papprollen vom Toilettenpapier, die teilweise unter dem Streu eingebuddelt waren, muss er unter Aufwendung aller Kraft aus dem Boden gezerrt und an der Oberfläche verteilt haben.



Ich habe keine Ahnung, wie er das schafft, aber eine dieser Rollen lag sogar auf seinem Häuschen. eine andere hatte er unter eine Holzbrücke gezogen.

  



 Wenn er mal wieder besonders gut drauf ist, stellt er seine Futterschale auf den Kopf oder zerrt sie durch sein gesamtes Territorium in eine andere Ecke. Dafür, dass er so klein ist, hat er einen ziemlich großenn Dickkopf, den er versucht mir gegenüber durchzusetzen.






Sonntag, 19. Oktober 2014

Kriegsenkel - Sabine Bode

Ihre Eltern haben viel durchgemacht: Konzentrationslager, Kriegsgefangenschaft, Flucht, Zerstörung...kurz gesagt, die haben den 2. Weltkrieg und dessen Folgen überlebt.
In ihrem Nachfolgebuch zu "Kriegskinder" beschäftigt sichSabine Bode mit den Jahrgängen 1960 bis 1970- Wie sind sie aufgewachsen? Warum sind viele von ihnen kinderlos oder unverheiratet?
Fakt ist, dass viele unter der Sprachlosigkeit ihrer Eltern litten. Ein Großteil weiß nichteinmal, woher die allgemeine Unzufriedenheit kommt oder warum sie sich oft so unvollständig fühlen.

In einzelnen kleinen Kapiteln erzählt die Autorin die Geschichten, die sie in Form von Briefen, Mails und Interviews gesammelt hat. Viele dieser Erfahrungen sind sich ähnlich, aber jede auf ihre Weise vertritt der Zeitgeist der Nachkriegsgeneration. Sie schreibt von physischer und psychischer Misshandlung, Vernachlässigung, Überfluss, Gewalt, Angst und Unverständnis.

Die verschiedenen Geschichten sind einfach unglaublich. Sie halten zum Nachdenken an und helfen dabei, Eltern und Großeltern in ihrem Verhalten etwas besser zu verstehen.

Samstag, 18. Oktober 2014

In Gottes Namen. Amen! - Simon Rich

Eigentlich hat Gott gar keine Lust mehr. Statt die Menschheit zu beaufsichtigen, die sich sowieso nur selbst zerstört, möchte er viel lieber ein Restaurant für Asian Fusionfood führen. Die vorsortierten Gebete liegen stapelweise auf seinem Schreibtisch und das Einzige, was ihn an der Menschheit noch interessiert, sind verschiedene sportliche Wettkämpfe. Für diese lohnt es sich auch mal ein paar Engel zu beauftragen, sich in das Geschehen auf dem Spielfeld oder der Rennbahn einzumischen.
Die Rechnung hat er allerdings ohne die Engel Craig und Eliza gemacht, die voller Eifer auch die kleinsten Wunder vollbringen, Schlüssel zum Vorschein kommen lassen oder dem Angler zu seinem Glück verhelfen.
Mit ihnen geht Gott eine Wette ein. Sie sollen eines der Gebete erhören und das Wunder vollbringen. Dafür bekommen sie 30 Tage Zeit. Während Gottes Prophet Raoul das Ende der Welt voraussagt, setzen seine Engel alles darauf an, zwei überzeugte Stubenhocker zusammenzubringen.

Ein solches Buch geht man mit gemischten Gefühlen an. Zum einen kann es selbstkristisch und ironisch sein und den Leser über sich selbst zum Schmunzeln bringen. Oder es artet hemmungslos blasphemisch aus. Der Grat, auf dem sich dieses Buch bewegt ist sehr schmal. Zu Beginn fand ich die Idee des Muches recht spannend, kannte ich ähnliche Themen doch schon von "Evan / Bruce allmächtig" oder "Jesus liebt mich".
Leider hapert es an der Umsetzung. Aus dem eigentlich humoristischen Roman wird ein eher tröges Stück Liebesschnulze.


Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht.