"Jeder spielt seine Rolle, und meine ist eine traurige."
Dieses Zitat habe ich in Tintenherz gefunden, ursprünglich entstammt es Shakespears Kaufmann von Venedig. Dort heißt es allerdings: "Die Welt ist für mich nur die Welt, die Bühne: Da spielt jeder seine Rolle. Meine ist traurig."
Wenn man es sich genauer betrachtet ist unser Leben nichts anderes als ein großes Theaterstück. Einige Menschen in unserem Leben spielen Hauptrollen, andere sind nur Statisten. Wieder andere treten immer wieder in unser Leben.
Von klein auf stellen wir einen Charakter da, versuchen die Handlung zu beeinflussen treten mit anderen in Interaktion. Oft spielen wir den Leuten in unserem Umfeld etwas vor, nur um sie zu beruhigen oder um sie dazu zu bringen uns zu lieben. Welche Frau hat noch nie ihre Waffen eingesetzt um einem Mann aufzufallen, wer hat noch nie so getan, als ginge es ihm gut, während die persönliche Welt unterging? Oft genug wird man beleidigt oder gemoppt, setzt eine Maske auf und tut so, als berühre es einen nicht, doch tief im Inneren sieht es ganz anders aus.
Haben es Tiere da nicht leichter? Fressen und gefressen werden, leben, fortpflanzen...aber selbst die spielen Theater. Pfauen zum Beispiel die ihr Rad schlagen um Weibchen zu beeindrucken. Ist das eine ganz natürliche Verhaltensweise oder Zeichen des Misstrauens, von Lüge und Verrat?
Hat sich dieses Verhalten über die Jahrhunderte und Jahrtausende herausgebildet oder ist es ein Phänomen der "modernen Welt"?
Bloß niemanden an sich ran lassen, niemandem sein Herz öffnen, sich verstecken um nicht verletzt zu werden...
Ich weiß es nicht.
Damit komme ich für heute auch zum Ende.
Wünsche euch einen schönen Start in die Woche.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen