Sylvia, Jocelyn, Prudie, Grigg, Bernadette und Allegra gründen einen Leseclub. Gemeinsam lesen sie jeden Monat einen der sechs Romane Jane Austens. Sie diskutieren nicht nur die Bücher, sondern auch ihr eigenes Leben, helfen sich gegenseitig, verlassen geliebte Menschen, verlieben sich neu...
Parallel zum eigentlichen Erzählstrang verlaufen mehrere in der Gegenwart, aber auch in der Vergangenheit. Auf diese Weise erfährt der Leser mehr über den Charakter der jeweiligen Person und wie sie sich kennen lernen.
Das Buch lässt sich flüssig lesen, trotz der viele Zeitsprünge entstehen keine Lücken und die Geschichte wird nicht übermäßig ausgebremst. Im Gegenteil, man bekommt auf diese Weise oft Hintergrundinformationen, warum eine Person gerade so handelt, und nicht anders.
Das Buch selbst ist in Lesemonate unterteilt, jeden Monat ein Buch, ein Treffen des Clubs. Jeder einzelne Monat wird mit einer Anmerkung abgeschlossen, meist Erläuterungen zu Jane Austen oder kurze Texte zu den Charakteren.
Ganz toll und informativ finde ich auch den kleinen Jane Austen Führer im Anhang, mit kurzen Zusammenfassungen der sechs Romane, Reaktionen von Familie und "historischen Persönlichkeiten" und den Fragen, die im Buchclub angesprochen werden.
Zur gleichen Zeit habe ich mir den Film zum Buch angesehen und war danach noch gepannter darauf, wie die Geschichte im "Original" aussieht. Vieles ist im Film überspitzt dargestellt, weil Andeutungen, wie im Buch gemacht werden, im Film nicht anders umsetzbar sind. Natürlich wurde vieles gekürzt, zusammengefasst, umgeschrieben. Totzdem gibt der Film einen recht guten und interessanten Eindruck des Buches. Allerdings sollte jedem klar sein, dass ein Film niemals die gleichen Emotionen erzeugen kann wie das gleichnamige Buch, ohne dass es massiv umgeschrieben wird.
Das Buch lebt von den Schicksalen der Menschen, ihren Bedürfnissen und Erlebnissen, dem Miteinander and Gefühlen und Nicht-Gefühlen, Wortwitz und zarte Andeutungen, wogegen sich das Buch mehr auf die Liebesgeschichten im Hintergrund konzentriert und diese zum Thema macht.
Fazit: Das Buch bekommt von mir 4 Sterne, ich rate aber vorher lieber den ein oder anderen Roman zu lesen, oder passende Filme anzuschauen, damit man vorher schon ein Bild hat worüber sich diese sechs Personen überhaupt unterhalten.
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