Samstag, 5. Februar 2011

Das Wintermärchen - William Shakespeare

König Leontes und seine Frau Hermione bekommen Besuch von einem guten Freund, König Polyxenes von Böhmen. Als dieser wieder die Heimreise antreten will, bittet Leontes ihn zu bleiben, droht im sogr im Spaß an, ihn in den Kerker zu werfen, sollte er abreisen.
Damit allerdings nimmt das Drama seinen Lauf. Pflichtbewusst wie Hermione ist, nimmt sie sich ihrem Gast an. Alles kein Problem, wäre Leontes nicht rasend eifersüchtig. Er verweist Polyxenes des Landes, sperrt seine hochschwangere Frau in den Kerker, die daraufhin eine Tochter gebiert. Leontes akzeptiert sie nicht als sein Kind und lässt sie in Böhmen aussetzen, wo sie und eine Kiste persönlicher Dinge von einem Schäfer gefunden werden. Die Lage spitzt sich immer weiter zu, jeder der Hermiones Tugendhaftigkeit vertritt, gerät ins Visier und wird des Hochverrats beschuldigt. Erst als Perdita, die vermeintliche Schäferstochter und Polyxenes Sohn Florizel heiraten wollen entwirrt sich die Geschichte.

Auch wenn die Sprache Shakespeares nicht immer die leichteste ist, das Lesen als Theaterstück alles noch weiter verkompliziert, ist jede einzelne seiner Dramen und Komödien das Lesen wert, auch dieses Stück.
Manche Szenen mögen etwas verwirrend erscheinen, die Sprache gestelzt, die Namen befremdlich, doch eines ist bis heute geblieben: der Charme, der Shakespeares Stücken anhaftet. Seine Themen waren und bleiben immer aktuell, wie in diesen Stück das Thema Eifersucht.
Witz und Tragik gehen hier Hand in Hand. Obwohl die Situationen in die Leontes sich und seine Familie bringt alles andere als lustig ist, muss man über seine Eifersucht und seine darauf folgenden Aktionen schmunzeln.
Allerdings bin ich zu dem Schluss gekommen mir auch dieses Stück noch einmal im Original zu Gemüte zu führen.

Fazit: Ein absolutes Muss für Shakespeare-Fans, wer keinen Hang zur klassischen Literatur hat sollte allerdings die Finger davon lassen.

4 Sterne von mir für "Das Wintermärchen"
(auch wenn ich noch immer nicht weiß, wie es zu dem Titel kommen konnte)

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