Auch dieses Jahr habe ich mir wieder selbst einen Adventskalender gegönnt. Dieses Mal einen in Buchform. "Das Buch der Wünsche" von Peter Mathews ist im atb erschienen und kostet ca. 10 €.
125 Seiten ist das gute Stück dünn und für besonders neugiere Leser bestens gesichert, denn jeden Tag muss man das Kapitel, dass man lesen möchte ersteinmal öffnen. Auf der linken Seite steht jeweils die Zahl, die nächsten beiden Seiten sind so geheftet, dass sich die Perforation gut mit einem Lineal oder anderem flachen Gegenstand voneinander trennen lassen.
Am Anfang erscheint es etwas unbequem, den Lesefluss von einem Kalender diktiert zu bekommen, da die Kapitel nicht länger als eine Doppelseite sind. Auch ist die Geschichte gerade zu Beginn etwas eigenartig und das ständige Warten auf den nächsten Tag irritiert sehr.
Die Protagonistin Anne leitet einen kleinen Buchladen. Eines Tages steht dort ein Mann vor ihr, den sie attraktiv und interessant findet. Als sie jedoch aus ihrem Büro zurückkehrt ist er verschwunden und alles, was er hinterlies, war ein Buch ohne Titel, Autoren und ISBN. Immer wieder fällt das Buch anderen Menschen in die Hände, die es zB neben der Kasse liegen sehen, als sie bezahlen. Jedem erzählt es allerdings eine andere Geschichte.
Wie es mit Anne und dem Buch aus geht werde ich wohl erst am 24. Dezember erfahren, auch wenn ich gerne einfach weiter lesen würde. Die geschlossenen Seiten wirken wie ein Verbot bei kleinen Kindern. Das was uns untersagt wird, gerade das scheint am Interessantesten, vorallem wenn das bisher gelesene noch nicht sonderlich überzeugend erscheind und man noch auf Besserung wartet und hofft, dass sie bald eintritt.
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