Samstag, 26. Januar 2013

[Lesezeit] ...was vorher geschah

Jetzt, da wieder Wochenende ist und ich den Haushalt hinter mir habe, kann ich mich wieder ganz meinen Schmökern widmen. Im Moment lese ich gerade "Der Geist der Bücher", "Treuepunkte" und höre "Samt und Bittermandel".

Der Geist der Bücher:
Ben wohnt seit dem Tod seiner Eltern bei seiner Tante, die er nie wirklich versteht. Sie schreibt Bücher, liest viel und scheint der realen Welt entrückt. Eines Tages auf dem Weg zur Schule, nachdem er sich ein Taxi nehmen musste, weil er den Bus wegen ihrer ewig langen Ausführungen über die Wirklichkeit der Bücher mal wieder verpasst hatte, hört er sie schreien. Mit einem unguten Gefühl verlässt er das Taxi, rennt nach Hause und alles was er dort vorfindet ist ein zerbrochenes Amulette und ihre verwüstete Bibliothek. Als er eines der Bücher zur Hand nimmt, beginnt sein Abenteuer, dass ihm zeigt, dass Bücher ihre ganz eigene Wirklichkeit besitzen. Auf seiner Suche nach Tante Lynn rettet er gemeinsam im Mercutio in Verona Julia, und flüchtet von einer Geschichte in die nächste.

Bis jetzt hat mich das Buch in seinem Bann. Mit jeder Seite und jedem Mal, dass er in eine neue Welt schreitet, beginnt der Leser einem Detektiv gleich die Indizien zusammenzuführen um herauszufinden, in welchem Meisterwerk der Literatur sich Ben nun durchschlagen muss.
Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht.

Samt und Bittermandel:
Hierbei handelt es sich nicht um einen Roman, sondern um eine Sammlung verschiedenster Kurzgeschichten. Joanne Harris versteht sich sowohl auf romantische Erzählungen, wie auch geheimnisvoll-erschreckende Geschichten. Zwei alte Damen fliehen dem langweiligen Alltag im Altersheim, um in London etwas völlig Verrücktes zu tun. Sie kaufen Schuhe, oder eher gesagt wollen es tun, obwohl einen von ihnen im Rollstuhl sitzt und die andere blind ist.
In einer utopischen Welt, in der es keine Lehrer mehr gibt, wird ein alter Mann gefangen genommen, weil ihn eine Polizeistreife in der Nähe eines Schulgeländes aufkreift und für einen Pedophilien hält.

Die Themen der Geschichten sind sehr gemischt, gehen ins utopische, fantastische, romantische und regen jede einzelne zum schmunzeln oder nachdenken an, weil sie so herrlich überspitzt sind.

Treuepunkte:
Über Treuepunkte kann ich momentan noch keine Meinung fällen, weil ich viel zu wenig davon gelesen habe um irgendetwas am Buch kommentieren zu können, weder negativ, noch positiv. Das Buch hatte ich mir eigentlich aus der Bücherei ausgeliehen, um meine schlechten Erfahrungen mit der Autorin zu revidieren. Susanne Fröhlich ist/war als Rundfunksprecherin tätig, woher ich sie auch kenne. Jedesmal am Samstagabend in der Badewanne regte mich ihre nervig-quälende Stimme auf, die mir aus dem Radio entgegendrang. Seitdem habe ich immer einen großen Bogen um ihre Bücher gemacht, weil ich nicht voreingenommen in diese herangehen könnte, ohne bei jeder Zeile ihre Stimme in meinem Kopf zu hören.


Nun, da ich alle Gedanken losgeworden bin, wünsche ich allen, die sich auf meinen Blog verirren ein schönes Wochenende.

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