Montag, 26. August 2013

Silberlicht - Laura Whitcomb

Helen ist tot, und das bereits seit über 100 Jahren.
Als Geist, genauer gesagt Muse geht sie Verbindungen mit Menschen ein, deren Feder sie führt.
Nun ist sie die Muse des Lehrers Mr. Brown, der seit seinem 18. Lebensjahr tagtäglich an seinem Buch scheibt.
Als reines Licht ist Helen für die Sterblichen unsichtbar, ihre Präsenz zeigt sich nur in flackernden Kerzenflammen, wehenden Gardinen oder dem Rascheln von Blättern. Doch eines Tages, als sie wieder mit Mr. Brown in der Schule ist, fällt ihr auf, dass ener der Schüler immer wieder in ihre Richtung sieht. Zuerst hält sie es für einen Zufall, doch am nächsten Tag, als sie sich bewusst im Raum bewegt und an der hinteren Wand verweilt, sieht er sie wieder an und lächelt sogar.
Helen ist zerstört, doch sie geht der Sache auf den Grund und erfährt, dass James selbst ein Geist im Körper des Jungen Billy ist.

Der kleine Roman erzählt von einer alle Zeiten überdauernden Liebe, Geistern, Menschen, ihren Ängsten und Besonderheiten. Zu Beginn war ich sehr begeistert, doch es gibt einige Dinge, die mich daran etwas stören.
Zum einen sind die "Geister" James und Helen schon recht alt, stammen aus einer ganz anderen Zeit, doch scheinen sie sich sofort in ihrem neuen Körper und der Technik zurechtzufinden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Geist, der so stark wie Helen mit einem Menschen im Alter eines Mr. Browns verbunden ist sich so schnell in die Welt einer jugendlichen Jenny zurechtfinden kann, weiß, wie man eine Polaroid-Camera benutzt.
Zum Ende hin wurde das Buch schwächer, und aus dem Nichts löst sich die Geschichte auf. Leider etwas unbefriedigend. Da ich hier nicht spoilern möchte, kann ich darauf auch nicht weiter eingehen.


Alles in allem, handelt es sich um ein schönes Buch für zwischendurch.

Hier ein kleines Zitat: "Meine Güte", sagte er. "Was ist passiert?"
"Ich habe herausgefunden, dass man zwanzig Bücher auf einmal aus der Schulbibliothek ausleihen darf."



Trotz einiger Mängel erhält der Roman von mir 5 von 5 Möglichen Sternen.

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