Sonntag, 25. Mai 2008

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? - Amy Scheibe

Jennifer Bradley, bald vierzig, hat für Mann und Kinder alles aufgegeben, Karriere, Privatleben, ihre Figur...
Als ihre Tochter zum verwöhnten Girly wird und ihr Sohn sich weiterhin beharrlich weigert zu krabbeln oder gar zu laufen, fängt sie an, alle arbeitenden Mütter zu beneiden. Immer mehr wächst in ihr der Wunsch, wieder arbeiten zu gehen, doch ihr Mann hält es nicht für sinnvoll. Als ihr Mann mal wieder wochenlang im Ausland auf Geschäftsreise ist, lässt sie alte Verbindungen aufleben und bekommt ein sehr gutes Angebot.

Vom Hocker gerissen hat mich das Buch nicht gerade. Der Titel verspricht mehr, als er halten kann. Statt um ein Buch, das auf lustige Art von Klischees dominiert wird und einen zum Lachen bringt, ist dieses eintönig langweilig. Man wartet das ganze Buch lang darauf, dass etwas passiert. Leider fehlt das Highlight, man dümpelt im Leben einer Frau von Tag zu Tag, die absolut gelangweilt und unzufrieden ist. Keine Ahnung, was sich die Autorin dabei gedacht hat, ein solches Buch zu schreiben. Sehr wahrscheinlich soll es als Verhütungsmittel fungieren und alle Frauen, die Karriere machen wollen davon abhalten, Kinder zu bekommen. Wäre es nicht sinnvollergewesen, ein Buch zu schreiben, das "Nur-Müttern" die ihre Karriere aufgegeben haben eine Perspektive aufgezeigt oder sie ermuntert, dass nicht alles immer nur trist und langweilig sein muss.
Den Hauptcharakter als pummelige, unzufriedene, nur wenig Einfluss auf ihre Kinder ausübende, immer an ihre ehemalige Karriere denkende Hausfrau darzustellen halte ich für nicht besonders klug.
Zudem lässt das Ende zu wünschen übrig. Gerade als ihr Mann seinen Job gekündigt hat und sie als Junior-Partnerin in das neu gegründete Unternehmen einer Freundin einsteigt, erfährt sie, dass sie im vierten Monat schwanger ist.
Ich frage mich, warum ich das Buch überhaupt bis zum Schluss gelesen habe.

Fazit: Nicht zu empfehlen. Die Zeit, die man zum Lesen dieses Buches benötigt, kann sinnvoller eingesetzt werden.

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