"Der Gott der kleinen Dinge" erzählt die Geschichte einer indischen Familie in den 60er Jahren.
Rahel und Esthappen wohnen mit ihrer geschiedenen Mutter im Haus ihrer Großeltern in Ayemenem.
Als ihre, in England lebende, Cousine zu Besuch nach Ayemenem kommt, gerät die Welt aus den Fugen.
Die Autorin beschreibt sprunghaft zwischen den Jahren, Personen und Generationen wechselnd, die Geschichte einer Familie, die weder wirklich englisch, noch wirklich indisch ist. Ein Leben zwischen syrisch-christlichem Glauben, europäischem Kapitalismus und indischer Tradidion.
Jede einzelne Person hadert mit ihrem Schicksal und Selbstmitleid, so dass die Fähigkeit, die Probleme und Ängste der anderen zu erkennen, verloren geht. Nur die Zwillinge scheinen durch ein unsichtbares Band verbunden, dass durch ihre Trennung voneinander mutwillig zerstört wird.
Zu Beginn dauert es eine Weile, sich in die Geschichte einzufinden, da gerade am Anfang viel in die Vergangenheit zurückgeblickt wird, um die Charaktere besser zu verstehen. Besonders interessant sind die Beschreibungen des Landes und der Kultur. Zwar gehört die Familie zur indischen Oberklassem doch sind sie durch ihren Glauben und ihre Anglophilie Außenseiter.
Fazit: Ein interessantes Buch, auch wenn es einiges an Durchhaltevermögen erfordert.
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