Lange genug habe ich durchgehalten und bin standhaft geblieben, doch alles hat bekanntlich ein Ende, auch die Buchkaufabstinenz, leider.
Erst geht mir mein aktueller Lesestoff aus, sprich ich habe mein Buch durchgelesen, bevor ich daheim angekommen bin... schlimm genug, kommt aber vor. Ein Buch kann ich ja noch verschmerzen, das erhöht den SuB auch nicht so stark, vorallem da es ein recht dünnes Buch war. In meiner Tasche landete nämlich von Anna Licht "Blau ist grüner als Gelb".
Mit Bücherkäufen ist es manchmal wie beim Kochen. Nen paar Gewürze schaden nicht, eine gewisse Auswahl sollte man immer daheim haben, von allem ein bischen. Das macht die Qual der Wahl beim Kochen dann erträglicher und man läuft nicht Gefahr, dass gerade genau jenes Gewürz aus ist, dass man braucht.
Allerdings kommt es auch vor, dass man zu viele Gewürze im Schrank stehen hat, und man vielleicht lieber chinesisch kocht als italienisch, was dann?
Mit Büchern ist es ähnlich, man kauft sie, stellt sie ins Regal um für jeden Fall gerüstet zu sein, um dann festzustellen, dass man darauf gar keine Lust mehr hat. Liebeskummer?! Also besser keine Schnulze mit ner heilen Welt. Aufregung vor Prüfungen?! Vielleicht doch nur noch beruhigende Stories. Lernstress?! Gar nciht lesen oder ganz seichte Literatur....
So kommt es dann, dass man ein ganzes Regal voller "nix zu lesen" rumstehen hat und sich mit schlechtem Gewissen rumplagt. Wie schön, dass es da Einrichtungen gibt, die so viele Bücher in der Auslage haben, dass sie diese sogar verkaufen.
Eigentlich will man ja nur gucken, nichts anfassen, erstrecht nichts mitnehmen. Daheim warten ja noch viele Bücher aufs Gelesenwerden. Doch dann fällt der Blick auf den Tisch mit Mängelexemplaren. "Ein Buch 3,50€. Ab 4 Büchern 2,50€ pro Buch". Wie kann man da widerstehen. "Nur mal gucken, nichts mitnehmen" ist die Devise.
5 Minuten später dreht eine Sagengestalt mit 6 Büchern in der Hand die Runde weiter um den Tisch. Der Stapel wächst. Das schlechte Gewissen setzt wieder ein....
Noch 2 Minuten später kommen noch 2 dazu. Noch mehr Gewissensbisse.
Nach 10 Minuten wird der Stapel in der Hand auf 4 Bücher beschränkt. Der Gedankengang ist simpel wie gefährlich "Wenn ich 4 Bücher kaufe, habe ich im Prinzip ja gespart. Nehme ich eins für den Freund mit und lege die großen beiseite, dann hab ich zwar mehr Bücher und auch welche gekauft, ABER sie sind schnell wieder durchgelesen".
Theoretisch eine gute Idee, wenn man nicht zu Büchern greifen würde, die man sich sonst nicht ausgesucht hätte und daran denkt, dass 10€ trotzdem 10€ bleiben und auch 3 Bücher mehr im Regal trotzdem da sind und gelesen werden müssen. Da wird der SuB-Abbau zur Qual statt zur Freude.
Was hilft?
1. Buchläden konsequent meiden.
2. Möglichst viel lesen.
3. Immer ohne Geld das Haus verlassen.
4. Sollte sich das Buch, das gerade gelesen wird dem Ende neigen lieber noch ein weiteres einstecken.
5.Verdammtnochmal standhaft bleiben, wenn alle obenstehenden Punkte sich nicht umsetzen lassen!!!!!!!!!!!!!!!!
Ganz ehrlich Mädels. Ich kann es nachvollziehen, wenn man bei hübschen Schuhen oder Handtaschen das Kaufen nicht lassen kann. Doch warum muss das auch bei Büchern so sein?
Da sind die dummen Kommentare gewiss, wenn schuhekaufende Frauen sind ein Klischee, Normalität, aber ähnlich auf Bücher und Buchläden zu reagieren ist doch total unnormal.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen