Dienstag, 7. Februar 2012

Leserunden/-clubs

Anfang März startet meine erste selbst eingerichtete Leserunde. Deshalb mache ich mir gerade Gedanken, wie sowas am besten organisiert sein sollte. In diesem Fall haben wir uns im Büchertreff, einem Leseforum im Internet gefunden. Dort kann man über einen Mini-Leserundenthread nach Gleichgesinnten suchen, Buch und Termin ausmachen, vielleicht sogar die Ausgabe festlegen, damit alle die gleichen Voraussetzungen haben.
Doch wie geht man weiter vor? Lässt man alle einfach drauflos lesen? Beschließt man "Zwischenstopps", damit alle annähernd auf dem gleichen Stand sind oder muss der langsamste Leser einfach mit der Gefahr leben, dass er schon weiß was im Buch passiert, bevor er überhaupt an dieser Stelle angekommen ist?

Ich gehe davon aus, dass man Bücher kapitel- oder abschnittweise liest und dazu dann in gesonderten Threats seine Meinung kundtut. Eine andere Möglichkeit wäre natürlich auch, die Einträge als Spoiler zu markieren und auszublenden, so dass nur noch der Teil sichbar bleibt, in dem steht, um welchen Teil im Buch es genau geht.
Auf diese Weise hat jeder die Möglichkeit in seinem eigenen Tempo zu lesen und trotzdem nicht von anderen Mitlesern alles verraten zu bekommen.

Im Internet gibt es glücklicherweise genug Gleichgesinnte, die gerade in Bücher- oder Leseforen solche Angebote dankend annehmen. Doch wie organisiert man solche Leseclubs privat und vorallem außerhalb des Netzes? Dort findet sich kaum jemand, vorallem keine jüngeren Leser, die Interesse am gemeinsamen Lesen und Diskutieren haben. Noch schwieriger wird es dort, sich auf ein Buch zu einigen.
Meine bisherigen Versuche waren gescheitert, trotz Aushänge in Bibliotheken, im Wohnheim und an der Hochschule.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass so wenig Menschen lesen, denn dazu gibt es noch immer zu viele Bibliotheken und Buchläden.
Jüngere Leute fühlen sich womöglich nicht wohl dabei bei einem vermeidlichen "Käffeekränzchen" wie bei Oma an einem Tisch zu sitzen und klassische Literatur lesen zu müssen. Dabei gibt es genug andere Möglichkeiten sich mit Büchern zu beschäftigen. Niemand sagt, dass alle das gleiche Buch lesen müssen.
Wenn man stattdessen einmal im Monat ein Treffen arrangieren würde und jeder die Bücher oder einen Teil davon mitbringt, die er in der Zeit gelesen hat, könnte man das ganze lebhafter und lustiger gestalten. Bücher vergleichen, sich Tipps geben, tauschen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Hauptsache sollte sein, dass man die Möglichkeit hat sich bei einem Hobby zu treffen und sich zu unterhalten.
Früher saßen Frauen in Spinnstuben zusammen um sich Geschichten zu erzählen und Neuigkeiten auszutauschen, heute hat man andere Örtlichkeiten, man muss sich nur aufraffen und den ersten Schritt tun.

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