Samstag, 17. März 2012

Sebastian Fitzek - Die Therapie


Vier Jahre nach dem seine Tochter spurlos verschwand, zieht sich der Psychologe Viktor Larenz in sein abgelegenes Ferienhaus zurück, um an einem Interview zu arbeiten. Weit kommt er allerdings nicht, denn wie aus dem Nichts, taucht eine Frau auf, die um seine Hilfe bittet.
Obwohl er nicht mehr praktiziert, entschließt er sich, für sie eine Ausnahme zu machen, denn er vermutet, dass sie Informationen zum Verschwinden seiner Tochter hat.
Anna Spiegel ist Kinderbuchautorin und leidet unter Schizophrenie. Die Charaktere ihrer Bücher erscheinen ihr im wahren Leben als Halluzinationen. So auch die neunjährige Charlotte, die erstaunlich viele Ähnlichkeiten mit Viktors Tochter Josy aufweist und den ehemaligen Arzt auf ihre Spur lockt.

Fitzek schafft es, den Leser in die Story einzubeziehen und setzt einiges als Kombinationsvermögen voraus. Der gesamte Roman gleicht einem Puzzle, dessen Teile mühsam zusammengesucht und zu einem Ganzen kombiniert werden müssen.
Immer wieder gerät man in Sackgassen, wie der Protagonist selbst. Der Autor spielt mit der Wahrnehmung des Lesers genauso, wie mit der seines Hauptcharakters Viktor. Erst ganz zum Schluss ergänzen die letzten Teile das Gesamtbild, wenn es auch verwirrend erscheinen mag.
Thema dieses Buches ist unter anderem die Wahrnehmung und der Wechsel zwischen Wahrheit und Schein. Vision, Halluzination, Traum und Realität sind sich hier näher als der Leser vermutet.

Was mich hierbei etwas stört ist das Ende, die Auflösung, bzw. die Art, wie sich die Geschichte auflöst. Einiges bleibt im Dunkeln und weiterhin stehen Fragen im Raum, die der Leser gern beantwortet hätte. 

Fazit: Ein spannendes Buch für den kleinen Appetit zwischendurch.

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