Tilla, die Tochter eines Kaufmanns wird nach dessen Tod von ihrem Bruder mit einem seiner Freunde verheiratet.
Da dieser noch in der Hochzeitsnacht stirbt, ergreift sie daraufhin die Gunst der Stunde, um den letzten Willen ihres Vaters zu erfüllen. Sein sehnlichster Wunsch war es, nach Santiago de Compostela zu pilgern und dort um Vergebung zu beten. Da er dies nun nicht mehr selbst tun kann, begibt sich Tilla mit seinem Herz auf den Weg.
Der Roman veranschaulicht dem Leser, wie beschwerlich das Pilgern im Mittelalter war. Auf dem Kontinent herrschte immer wieder Krieg, Räuber und Diebe zogen stehlend und mordend durch die Lande und als Frau war das Reisen auf eigene Faust noch viel gefährlicher.
Wie in ihren anderen Büchern auch, gibt Iny Lorentz am Ende des Buches noch einen geschichtlichen Überblick über die Zeit. Außderdem verfügt das Buch über ein Personenregister und ein Glossar mit altertümlichen Begriffen.
Der Roman lässt sich sehr gut und flüssig lesen, auch wenn an manchen Stellen der Lesefluss gebremst wird und etwas später sich die Ereignisse wieder überschlagen.
Von mir gibt es dafür trotz allem 5 Sterne.
Fazit: Für Pilger- und Historybegeisterte absolut lesenswert.
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